Jeder Benutzer besitzt ein eigenes Verzeichnis3, das sogenannte home-Verzeichnis, in dem er seine Dateien ablegen kann. Natürlich kann er darin weitere Unterverzeichnisse anlegen, um die Daten nach gewünschten Gesichtspunkten zu gliedern. Diese Dateien sind ihm zugeordnet, sie gehören ihm, er hat darauf Zugriff. Zugriffsrechte für andere können von ihm gewährt werden.
Außer der Benutzeridentität gehört der Benutzer noch einer oder mehrerer Gruppen an. Gruppen können benutzt werden, um Dateien zwischen mehreren Benutzern (aber nicht allen) zu teilen. Angehörige einer Gruppe können mit zusätzlichen Rechten ausgestattet werden, wie z.B. dem Recht, auf ein Floppy-Laufwerk zuzugreifen. Auch die Gruppen werden wiederum durch Nummern (Gruppennummenr, Group-ID, GID) repräsentiert. Geben Sie id ein, um Ihre Identität und Gruppenzugehörigkeit herauszufinden.
Beim Einloggen wird nun das Passwort überprüft und bei Erfolg ein Programm mit der Benutzernummer und Gruppennummer des Benutzers gestartet, das weitere Befehle des Benutzers entgegennimmt. In der Regel ist dies ein Befehlinterpreter, Shell genannt, oder eine graphische Oberfläche. Weiterhin wird in das home-Verzeichnis des Benutzers gewechselt.
Es gibt einen Benutzer mit Sonderrechten: Den Systemverwalter. Nur er kann auf alle Dateien zugreifen, bestimmte Operationen durchführen. Er ist dafür zuständig, das System zu konfigurieren, die Programme zu installieren und Benutzer einzurichten. Dieser Verwalter heißt auf Un*x-Systemen traditionellerweise ,, root`` und hat die Benutzernummer 0. Er ist allmächtig: Er bestimmt, was andere Benutzer machen dürfen und was nicht.
Während ein normaler nichtprivilegierter Benutzer nicht ohne weiteres Schaden (außer für sich selbst) in einem vernünftig konfigurierten Un*x-System anrichten kann, trifft root eine große Verantwortung: Ein falscher Befehl kann zum Nichtfunktionieren wichtiger Systemfunktionen oder gar zum Verlust aller Daten führen. Daher sollte der Systemverwalter