Inhaltsverzeichnis


locale-Support für den Bereich de

Stand: April 1996, also in mancherlei Hinsicht veraltet. An einer Aktualisierung arbeite ich; vgl. diesen Zwischenstand (2001-08-14).

Dies ist ein Testballon: inhaltlich und formal. Kommentare sind erwünscht. Entweder per E-Mail an Karl Eichwalder <ke@suse.DE>, an die Mailingliste <de@li.org> oder in die Newsgroup de.comp.gnu.

GNU international GNU is going international! - Dies ist der Versuch, alle die in einem Projekt zur Zusammenarbeit zu bewegen, die mit den GNU-Prgrammen zu tun haben: die "Anwender", die Übersetzerinnen und die Betreuer der Programm-Packete (users, translators und maintainers); die Zusammenarbeit ist über Mailinglisten organisiert. Die Lokalisierung für den de-Bereich erarbeitet das Team der Mailingliste <de@li.org>.

Ist es "richtig", GNU-Programme zu übersetzen? Warum tun wir es? Es ist ein interessantes Problem, dessen Lösung Spaß macht. Gewünschter Nebeneffekt: bei Vielen die Bereitschaft zu steigern, sich einem solchen System aufgeschlossener zu nähern dort und z. B. mit Linux zu arbeiten. Das Vorurteil: Computer spricht ja Englisch! - Das ist aber kompliziert, kann durch die Lokalisierung vorgebeugt werden, hoffentlich. Es gibt Menschen, die sich in einer Umgebung wohler fühlen, in der ihre eigene Sprache gesprochen wird (das Gegenteil soll es allerdings auch geben). Die Übersetzung der Programm-Meldungen kann ein Anfang für eine umfassende Lokalisierung sein (s. gettextManual).


All the Teams

Wer weiß mehr?


Who is Who?

In der Mailingliste fallen mitunter folgende Namen:

François
François Pinard <pinard@iro.umontreal.ca> koordiniert das "i18n"-Gesamtprojekt.
Ulrich
Ulrich Drepper <drepper@gnu.ai.mit.edu>, Mit-Initiator der Lokalisierung für de, Autor des gettext-Packetes, verantwortlich für viele Funktionen der glibc.
Wen soll ich sinnvollerweise noch in diese Liste eintragen?


Was die Teams so machen...

fr
FAQ, auch per E-Mail zu bekommen, wie jeder http-Text:
    To: w3mail@gmd.de
    Subject: - kein Eintrag notwendig -
    From: user@host.do.main
    
    get -e http://www.epita.fr:5000/~viale_a/GNU/
    
Der fr-FTP-Server in Europa:
    ftp.u-bordeaux.fr:/pub/Linux/po
    http://www.emi.u-bordeaux.fr/~dumas/Linux/mirror/Linux/po
    
Da wir gerade dabei sind... bei schlechter Erreichbarkeit eines FTP-Servers empfehle ich den FTP-Mailer der GMD zu benutzen:
    To: bitftp@vm.gmd.de
    Subject: - kein Eintrag notwendig - 
    From: user@host.do.main
    
    ftp ftp.gwdg.de
    cd /pub/gnu2/i18n/alpha
    dir
    get DISCLAIM
    bye
    
de
i18n-de.


Die Mailingliste <de@li.org>

<de@li.org> ist eine offene Mailingliste; jede kann Mitglied dieser Liste werden - allerdings, es sollte ein echtes Interesse an tatkräftiger Mitarbeit vorhanden sein.

Die Mailingliste - wie auch die der anderen nationalsparchlichen Teams - wird in Australien mit Majordomo verwaltet. Informationen zum Majordomo-System kannst du mit einer E-Mail an <Majordomo@li.org> abfragen; es reicht das Wort help im "Body" der E-Mail:

    To: Majordomo@li.org
    Subject: - kein Eintrag notwendig -
    
    help
    end
    

Um Fehlfunktionen bei der Mailinglisten-Software zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Nachrichten in den E-Mails mit dem Wort end abzuschliessen (s. o.). Es ist auch ohne weiteres möglich, mehrere Anforderungen in einer E-Mail unterzubringen.

Das Volumen der Beiträge der de-Mailingliste ist unterschiedlich; wenn "nichts los" ist, bedeutet das in der Regel nur, dass gerade Ruhe vor dem nächsten Sturm herrscht.


Subskribieren - Einschreiben

Per E-Mail trägt man sich selber in die Liste ein (Achtung: die Adresse lautet in diesem Fall <de-request@li.org>, nicht <de@li.org>:

    To: de-request@li.org
    Subject: - kein Eintrag notwendig -
    
    subscribe
    end
    

Einen solchen Eintragwunsch quittiert Majordomo mit einer Mail, die unbedingt aufzuheben ist. In dieser Bestätigungsmail nämlich wird erklärt, wie man sich wieder austragen kann; im einfachsten Fall mit:

    To: de-request@li.org
    Subject: - kein Eintrag notwendig -
    
    unsubscribe
    end
    


Beiträge für die Mailingliste

Eigene Beiträge kannst du als E-Mail an <de@li.org> schicken. Als Zeichensatz bitte ISO-8859-1 und als Kodierung bitte 8bit oder quoted-printable gemäß MIME-Version 1.0 verwenden; also z. B. in dieser Art:

    To: de@li.org
    Subject: Die Optionen --help und --version
    MIME-Version: 1.0
    Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1
    Content-Transfer-Encoding: 8bit
    
    Jedes GNU-Programm muss die Optionen --help und --version ("long options")
    verstehen.  Wir sollten versuchen, konsistente Übersetzungen zu finden.
    Mehrfach wurden bereits Anläufe zur Lösung dieses Problems unternommen.
    
    -- 
                        | keichwa@gwdg.de       |
    Karl Eichwalder     | ke@ke.central.de      | Don't believe in me.
    

Bei Antworten bitte nur die für das Verständis unbedingt notwendigen Passagen zitieren; du kannst immer mehr weglöschen, als du im ersten Moment zu glauben geneigt bist. Von der Löschfunktion des Editors reichlich Gebrauch machen!


Zugriff auf frühere Beiträge der Mailingliste

Die Mailingliste existiert seit Mai 1995. Wenn die Technik uns keinen Streich gespielt hat, dann wurden alle bisherigen Beiträge archiviert. Der Zugriff auf diese Beiträge ist ohne Einschränkungen per E-Mail möglich. Die Beiträge eines Monats sind in jeweils einer Datei zusammengefaßt.

Eine Liste der archivierten Dateien kannst du mit einer E-Mail an <de-request@li.org> anfordern; als Inhalt der E-Mail reicht das Wort index:

    To: de-request@li.org
    Subject: - kein Eintrag notwendig -
    
    index
    end
    

Die als Antwort zurückgeschickte Liste sah am 8. März 1996 so aus:

    >>>> index
    total 511
    -rw-rw----   1 majordom majordom    31865 May 29  1995 de.archives.9505
    -rw-rw----   1 majordom majordom    84758 Jun 27  1995 de.archives.9506
    -rw-rw----   1 majordom majordom    22007 Jul 20  1995 de.archives.9507
    -rw-rw----   1 majordom majordom    12827 Aug 13  1995 de.archives.9508
    -rw-rw----   1 majordom majordom    18964 Sep  8  1995 de.archives.9509
    -rw-rw----   1 majordom majordom     2240 Oct 11 03:28 de.archives.9510
    -rw-rw----   1 majordom majordom    63813 Dec 23 11:44 de.archives.9512
    -rw-rw----   1 majordom majordom    21133 Feb 28 05:58 de.archives.9602
    -rw-rw----   1 majordom majordom   252838 Mar  8 22:51 de.archives.9603
    

Um eine dieser Dateien zu erhalten, ist abermals eine E-Mail an <de-request@li.org> zu schicken; der Inhalt kann z. B. diesmal lauten:

    To: de-request@li.org
    Subject: - kein Eintrag notwendig -
    
    get de.archives.9505
    get de.archives.9506
    end
    

Es ist geplant, die Dateien auf dem Server unter ftp://ftp.gwdg.de/pub/gnu2/i18n/l10n/de/m-archive/ in gepackter Form abzulegen.


Die Lokalisierung


Die Übersetzung

Auch wenn es nur ein Teilaspekt ist - das Hauptaugenmerk des de-Teams gilt z. Zt. der Übertagung der Programm-Meldungen (s.u.).

Bei der folgenden Beschreibung beziehe ich mich in erster Linie auf die "i18n" der GNU-Software der FSF; maßgebliche Informationen zu diesem Projekt enthält das Dokument ABOUT-NLS, das in Zukunft auf dem Server der GNU-Software liegen soll, z. T. aber nur im gettext-Packet sowie z. B. auf dem de-Server enthalten ist.

In der Datei FIXME: s.u. ist der Stand des Ü-Projektes vermerkt; es wird aufgezählt, wer welches Programm-Packet zur Übersetzung übernommen hat, welche Packete aktualisiert werden müssen und welche Packete noch gar nicht übersetzt sind. Neue Übersetzungsprojekte rechtzeitig in der Mailingliste <de@li.org> anmelden, um Parallel-Arbeiten zu vermeiden; nach der Anmeldung bitte umgehend die ©-Papiere ausfüllen und per "Sackpost" an die FSF schicken. Bis die Papiere dort in den Staaten eingetroffen, bearbeitet und in Kopie zurückgeschickt sind, können durchaus 3-5 Wochen vergehen; jede Übersetzerin wird per E-Mail benachrichtigt, sobald die Papiere in den "Headquaters" von GNU-Central vorliegen.

Die Programm-Meldungen sind in PO-Dateien (portable objects) abgelegt; dort sind die Übersetzungen einzufügen. Bitte stets die aktuelle PO-Datei zur Grundlage der Übersetzung nehmen; wie an diese Dateien heranzukommen ist, kann über die Mailingliste erfragt werden.

Du darfst die übersetzte PO-Datei erst dann per E-Mail an <gnu-translation@gnu.ai.mit.edu> senden, wenn die ©-Papiere bei der FSF eingetroffen und von dort bestätigt sind. Die eingeschickte Datei wird dann in das jeweilige GNU-Packet aufgenommen und beim nächsten Release mitverteilt. Interims- und Arbeitsversionen können jederzeit im incoming-Verzeichnis des de-FTP-Servers abgelegt werden; die Dateien werden dann nach .../l10n/de/$PACKAGE verschoben, also im Falle von hello z. B. nach .../l10n/de/hello.


Die Software des Übersetzers

Die wesentlichen Tools sind im GNU gettext-Packet enthalten. Das gettext-Manual beleuchtet den technischen Hintergrund der Internationalisierung. Hier im Zusammenhang mit dem Übersetzen interessiert speziell der Abschnitt PO Files and PO Mode Basics.

Emacs Die po-mode.el-Bibliothek schafft im Emacs eine Umgebung, die die Übersetzungsarbeit sehr erleichtet. Diese Datei muss in den Emacs-load-path kopiert werden. Um den PO Mode automatisch zu starten und auf die Erfordernisse für de-Lokalisierung einzustellen, verwende ich in meiner ~/.emacs-Datei die folgenden Einstellungen (nur unter dem X Window System für den Emacs 19.30 mit po-mode.el 1.2 getestet):

    ;;; PO mode setup
    (setq latin1:de-syntax-table (copy-syntax-table text-mode-syntax-table))
    ;; In german text `guillemets' are used different.
    ;; change matching parenthesis': »...«
    (modify-syntax-entry ?\» "(\«" latin1:de-syntax-table)
    (modify-syntax-entry ?\« ")\»" latin1:de-syntax-table)
    (mapcar (lambda (char)
                (modify-syntax-entry char "w" latin1:de-syntax-table))
              "ÀÁÂÃÄÅÆÇÈÉÊËÌÍÎÏÐÑÒÓÔÕÖØÙÚÛÜÝÞßàáâãäåæçèéêëìíîïðñòóôõöøùúûüýþÿ")
    
    ;; tell po-mode that we have a special syntax table
    (add-hook 'po-subedit-hook
              '(lambda ()
                 (setq fill-column 79)
                 (set-syntax-table latin1:de-syntax-table)))
    
    ;; tell po-mode we want to use all the keywords for fontifying; looks
    ;; like a bug in po-mode.el ?
    (add-hook 'po-mode-hook
              '(lambda ()
                 (cond (window-system
                        (make-local-variable 'font-lock-defaults)
                        (setq font-lock-defaults '(po-font-lock-keywords nil))))))
    
    (setq po-default-file-header "\
    # German messages for GNU 
    # Copyright (C) 1996 Free Software Foundation, Inc.
    # Karl Eichwalder <ke@ke.Central.DE>, 1996.
    #
    #, fuzzy
    msgid \"\"
    msgstr \"\"
    \"Project-Id-Version: \\n\"
    \"PO-Revision-Date: YEAR-MO-DA HO:MI\\n\"
    \"Last-Translator: Karl Eichwalder <ke@ke.Central.DE>\\n\"
    \"Language-Team: German <de@li.org>\\n\"
    \"MIME-Version: 1.0\\n\"
    \"Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1\\n\"
    \"Content-Transfer-Encoding: 8-bit\\n\"
    ")
    
    ;; tell Emacs to switch to po-mode automatically, if we open a .po file.
    (setq auto-mode-alist
          (cons (cons "\\.po[tx]?\\'\\|\\.po\\." 'po-mode) auto-mode-alist))
    (autoload 'po-mode "po-mode")
    

Emacs zeigt den Puffer mit der PO-Datei "read-only" an; mit kurzen Tastatureingaben bewegt man sich innerhalb der Datei bzw. gibt man Bereiche zum Editieren in einem anderen Puffer frei. Mit h bzw. ? wird eine Übersicht der Befehle aufgelistet:

po-mode.el befindet gerade (1996-04-01) in einer Phase der Überarbeitung; ich verzichte für diesen Moment auf eine Beschreibung der einzelnen Kommandos.

  [PO Mode Summary]       Next Previous            Miscellaneous
                          n    p    Any type       .     Redisplay
Moving around             /t   /M-t Translated     /v    Version info
<    First if any         f    M-f  Fuzzy          ?, h  This help
>    Last if any          o    M-o  Obsolete       =     Current index
/SPC Auto select          u    M-u  Untranslated   O     Other window
                                                   V     Validate
                        Msgstr Comments            Q     Quit
Modifying entries         RET  #    Call editor    U     Undo
TAB   Remove fuzzy mark   k    K    Kill to        E    Edit out full
/DEL  Fuzzy or fade out   w    W    Copy to
LFD   Init with msgid     y    Y    Yank from        [*: Later, /: Docum]

gettext Keyword Marking                            Position Stack
,    Find next string     Compendiums              m  Mark and push current
M-,  Mark translatable    *c    To compendium      r  Pop and return
M-.  Change mark, mark    *M-C  Select, save       x  Exchange current/top

Program Sources           Auxiliary Files          Lexicography
s    Cycle reference      *a    Cycle file         *l    Lookup translation
M-s  Select reference     *M-a  Select file        *M-l  Add/edit translation
S    Consider path        *A    Consider file      *L    Consider lexicon
M-S  Ignore path          *M-A  Ignore file        *M-L  Ignore lexicon


Format der PO-Dateien

Die Beschreibung werde ich nachtragen, wenn ein neues gettext veröffentlicht ist; für den Moment siehe im gettext-Manual unter Basics; PO-Dateien

Momentan (1996-04-01) ist noch nicht endgültig geklärt, was genau am Beginn einer PO-Datei einzutragen ist; der letzte Vorschlag von François wird z. T.. erprobt:

    # Some descriptive title.
    # Copyright (C) 1995 Free Software Foundation, Inc.
    # Some Author <address@some.site.world>, 1995.
    #
    
    Project-Id-Version: GNU tar 1.11.9
    PO-Revision-Date: 1995-04-27 21:58:18 EDT
    Last-Translator: Ulrich Drepper <drepper@ira.uka.de>
    Language-Team: German <de@li.org>
    MIME-Version: 1.0
    Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1
    Content-Transfer-Encoding: 8-bit
    

Die deutschen PO-Dateien sind im ISO-8859-1-Zeichensatz (8bit) anzufertigen. Dateien mit einer anderer eindeutigen Kodierung, die von recode verstanden wird (z. B. HTML-Enitities oder quoted-printable), können aber auch eingereicht werden; solche Dateien müssen dann konvertiert werden.


Stil der Übersetzung

Dieser Abschnitt ist als sehr vorläufig zu betrachten!

Ein paar Tips vorab: Nicht am US-englischen Original kleben bleiben; oftmals sind Veränderungen der Satzstruktur geradezu zwingend. Bisweilen ist auch das Original nicht recht verständlich; in solchen Fällen bitte ohne Bedenken eine freie Formulierung wählen (und dem Programmautor möglichst eine entsprechende Meldung zukommen lassen).

Sie vs. du. Lang vs. kurz. Rechtschreibung. Diskutiert wird derzeit: Groß beginnen und Punkt am Ende. Art der Anführungszeichen.


Befehlend vs. beschreibend

Der GNU Coding Standard verlangt, dass alle Programm zumindest die beiden folgenden Optionen verstehen sollen:

      -h, --help         display this help and exit
      -v, --version      output version information and exit
    

Mögliche Übersetzungsvarianten:

      --help             Diese Hilfe anzeigen und beenden.
      --version          Versionsnummer anzeigen und beenden.
    

      --help             Zeige diese Hilfe an und beende.
      --version          Zeige Versionsnummer an und beende.
    

Im ersten Fall wird beschrieben, was passiert, wenn der Benutzer mit einem bestimmten Parameter aufruft; im zweiten Fall wird der Parameter als eine Aufforderung (ein Befehl) an das Programm verstanden

Weitere Parallelvorschläge waren:


--help-Tableau

Bitte immer mit Großbuchstaben beginnen und mit Punkt enden (diese Vorgehensweise entspräche jedenfalls meiner Wunschvorstellung). Syntax-Zeile (usage: ...)mit "Syntax:" beginnen; Leerzeile, 4 Leerzeichen-Einzug und dann die Kommandozeile.

Ansonsten gilt:

         Sender:   Ulrich Drepper <drepper@myware.rz.uni-karlsruhe.de>
         Date:     Fri, 08 Mar 1996 19:00:52 +0100
    
    Bitte *nicht* die Kurzformen weglassen.  Es ist in einem noch nicht
    veröffentlichten GNu Standard geschrieben, daß die Form immer sein
    sollte:
    
    - 2x Space
    
    - Kurzform, falls vorhanden
    
    - Komma, falls Kurz- und Langform vorhanden
    
    - Langform
    
    - Wenn Argument vorhanden: = und Bezeichner
    
    - mindestens 3x Space
    
    - Beschreibung, alle in die gleichen Spalte, oder (siehe Shar) in einzelnen
      Gruppen
    


Anführungszeichen

Die Vorgaben der originalen PO-Datei sind keineswegs zwingend. Es kann sinnvoll sein, z. B. aus Gründen der Vereinheitlichung entweder weitere Stellen zu markieren oder auch an bestimmten Stellen Anführungszeichen wegzunehmen.

Befremdlich klingende Begriffe sind in Anführungszeichen zu setzen. Erst wenn sich einer solcher Begriff im deutschen Sprachgebrauch eingebürgert hat, sind die Zeichen wieder zu entfernen. Beispiel: "Lokale"-Kategorie.

         Sender:   haible@ilog.fr (Bruno Haible)
         Subject:  Tuettelchen
         Date:     Mon, 4 Mar 96 23:07:18 +0100
         ------
    
    Karl bemerkt:
    
    > Ein weiteres Kapitel sind die "Tüttelchen".  Die US-Leute nehmen ja
    > meist `%s'-Markierungen; ...
    
    Eine andere Frage: Wann verwendet man die Anführungszeichen um ein
    %s herum und wann nicht? Zuwenig, und man erinnert sich an Konfusionen
    wie
    
       $ touch god
       touch: cannot create god: Permission denied
    
    Besser wäre
    
       touch: cannot create `god': Permission denied
    
    (Nicht lachen: Eine Datei wird gerne "data" genannt, und bei einer Frage
    "remove data (y/n)?" weiß niemand mehr, was gemeint ist.)
    
    Zuviel, und die Meldungen werden vor Tüttelchen unleserlich.
    
    Ein möglicher Kompromiß:
    
      - Wenn das %s einen Satzbestandteil ergeben soll, nicht quotieren.
        Bsp.: printf("Remove this %s?", isdir ? "directory" : "file");
    
      - Wenn das %s als ein einzelnes Wort herauskommen könnte (z.B.
        Datei- oder Variablenname), dann quotieren.
        Bsp.: printf("Remove `%s'?", filename);
    
      - Wenn das %s schon Begrenzer hat, dann nicht quotieren.
        Bsp.: printf("Removing %s", file_list_with_parentheses);
    
      - Im Zweifelsfalle zwischen der zweiten und dritten Regel
        wird quotiert.
    

An- und Abführungszeichen bitte eindeutig unterscheiden. In zahlreichen Fonts sehen `...'-Markierungen unglücklich aus, da die Zeichen nicht pixelgenau symmetrisch angezeigt werden. Es empfiehlt sich, die sog. französischen Anführungszeichen zu verwenden, jedoch in umgekehrter Abfolge »...« zu verwenden.


[y/n] - [j/n], [yes/no] - [ja/nein]

Ulrich beantwortete diese Frage so:

    Das ist ein Problem mit dem Programmcode.  Wenn das System richtige
    POSIX Locales unterstützt (wie Linux) und das Program richtig
    geschreiben ist und dabei nl_langinfo() oder localeconv() benutzt, um
    den aktuellen YESEXPR Ausdruck zu bekommen, würde es funktionieren.
    Aber vorerst funktioniert das noch nicht.  Es steht wohl im
    allgemeinen etwas in der Art
    
    	if (tolower (ch) == 'y') ...
    
    Da.  Falls aber im Quelltext wirklich
    
    	if (tolower (ch) == 'n') ...
    
    steht, können wir natürlich die eingedeutschte Version verwenden.
    Also bitte individuell nachsehen.
    

und weiter:

    Einige C Bibliotheken (z.B. GNU libc) haben eine Funktion namens
    rpmatch() welche genau zum Testen einer Ja/Nein Antwort gedacht ist.
    Falls jemand beim Übersetzen eines GNU Pakets auf eine Stelle trifft,
    an der die Abfrage mittels eines einfachen `if's geschieht, kann sie/er
    dem Autor einen Patch zur Benutzung von rpmatch() schicken (mit autoconf
    Test) oder ganz einfach mir Bescheid sagen, auf daß ich es mache.
    


Hilfsmittel: Technische Wörterbücher etc.

Info von Markus Kuhn:

Normen, die ich auf die Schnelle greifbar habe:

Anregungen zur Wortwahl sind auch Winfried Trümpers <truemper@MI.Uni-Koeln.DE> Dokumenten zu entnehmen, z. B. dem Linux-Crash-Kurs:


Wörterbuch - compendium

Ein Entwurf liegt auf dem Server. Eine überarbeitete Fassung wird als SGML-Dokument publiziert; Beiträge sind jederzeit willkommen!


Der FTP-Server für de

Nützliche Dinge für die de-Lokalisierung sind auf dem o. g. Server ftp://ftp.gwdg.de/pub/gnu2/i18n/l10n/de/ zu finden.


Appendices:


Appendices


Appendix:


Die Übersetzerinnen

Die aktuelle Liste der Mitarbeiter ist zu finden unter TRANSLATORS.html.


Appendix:


DISCLAIMER

    Please print this out, sign it, write the date, and snail it to
    this address:
    
    Richard Stallman
    545 Tech Sq rm 425
    Cambridge, MA 02139
    USA
    
    Please print your email and snail addresses on the printed disclaimer.
    *Don't forget to include the date.*
    
    In the unlikely event that you are employed on a continuing basis to do
    translation, we may need a disclaimer from your employer as well, to assure
    your employer does not claim to own this work.  Please contact the FSF to
    ask for advice if you think this may apply to you.
    
    Note: if you want the wording modified to cover only a specific category
    of programs, or a specific program, we can easily do that.
    
       DISCLAIMER OF COPYRIGHT IN TRANSLATIONS OF PARTS OF PROGRAMS
    
    I, _____________________________________, a citizen of __________, do
    hereby acknowledge to the Free Software Foundation, a not-for-profit
    corporation of Massachusetts, USA, that I disclaim all copyright
    interest in my works, which I have provided or will in the future
    provide to the Foundation, of translation of portions of free software
    programs from one human language to another human language.  The
    programs to which this applies includes all programs for which the
    Foundation is the copyright holder, and all other freely
    redistributable software programs.
    
    The translations covered by this disclaimer include, without
    limitation, translations of textual messages, glossaries, command or
    option names, user interface text, and the like, contained within or
    made for use via these programs.
    
        Given as a sealed instrument this ___ day of ______ (month), ______
    (year), at _____________________.
    
    
                   signed:         ___________________________
    
                   email address:  ___________________________
    
                   postal address: ___________________________
    
    		               ___________________________
    
    		               ___________________________
    
    
    
    
    
    

Karl Eichwalder <ke@suse.DE>