Software lokalisieren — die Locale de

FAQ

Karl Eichwalder


Inhaltsverzeichnis
Die Mailingliste
Die Meldungen und die Oberfläche der Programme
Die Übersetzung

Die Lizenzbedingung sollte weiter oben kommen, aber das funktioniert mit den aktuellen Stylesheets nicht.

Veröffentlicht unter den Bedingungen der GNU Free Documentation License (GFDL).

Draft! Beiträge erwünscht!

Dank für Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge an (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen!): Bjørn Bürger, Christian Kirsch, Jochen Hein, Martin von Löwis, Michael Piefel und Michael Schmidt.


Die Mailingliste

Die Mailingliste ist ein Forum, in dem sich Software-Entwickler und -Anwender austauschen, wenn es um Software-Lokalisierung für die deutsche Sprache geht. Thema sind die Locale de (deutsche Sprache) und deren Spezial-Ausprägungen de_AT (Österreich), de_CH (Schweiz), de_DE (Deutschland) usw. geht.

1. Wie und wo ist Mitarbeit möglich?
2. Gibt es ein Archiv der Mailingliste?

1. Wie und wo ist Mitarbeit möglich?

Viele Sachen sind zu tun; eine generelle Antwort ist nicht möglich (übersetzen, Korrektur lesen, testen, vereinheitlichen). Entweder ein wenig in der Mailingliste mitlesen oder dort am besten einmal direkt fragen. Bitte in dieser Sache keine Mails direkt an Karl Eichwalder senden!

Mit einer Mail an meldet man sich bei der Mailingliste an; diese Mail sollte nur als Inhalt nur das Wort subscribe enthalten.

2. Gibt es ein Archiv der Mailingliste?

Bislang wurden die Beiträge monatsweise bei li.org archiviert und die Archive waren per Mail zugänglich. Im Sommer 2001 war allerdings kein Zugriff möglich…


Die Meldungen und die Oberfläche der Programme

(Freie) Software wird vornehmlich in englisch entwickelt, wobei das GNU-Projekt die amerikanische Ausprägung des Englischen bevorzugt. Es ist ein verständlicher Wunsch, dass sich diese Software auch in der eigenen Sprache benutzbar sein sollte. Software, die dies kann, verfügt über Native Language Support (NLS).

1. Welche Software kommt zum Einsatz und wie funktioniert diese Software?
2. Was muss man bei C-Programmen übersetzen?
3. Was sind PO-Dateien?
4. Wo finde ich Dokumentation zu den Fragen der Interationalisierung und Lokalisierung der Software, zu GNU gettext, libintl und dem Emacs PO-Mode?
5. Was hat es mit GNU-Programmen, der FSF und dem Disclaimer auf sich?

1. Welche Software kommt zum Einsatz und wie funktioniert diese Software?

Bei moderner Software wird NLS zur Laufzeit hinzugeladen. Die englischen Originalmeldungen sind in das Programm hineinkompiliert, NLS hingegen wird aus einer externen Datei ausgelesen. So ist es möglich, auf einem System verschiedene Sprachen gleichzeitig zu verwenden; ein großer Vorteil ist, dass man nicht unterschiedliche Binaries zu installieren muss. Freie Software verwendet dazu in der Regel GNU gettext.

Durch das Setzen einer Umgebungsvariablen wird die gewünschte Sprache angewählt; für deutsch in Österreich z.B.: export LC_MESSAGES=de_AT

2. Was muss man bei C-Programmen übersetzen?

Zu übersetzen sind die Einträge in den PO-Dateien (portable objects). Diese Dateien stellt der Programm-Autor bzw. das -Autorenteam in der Regel zur Verfügung; falls es noch keinen Anfang für die gewünschte Sprache gibt, geht man von der Template-Datei (POT-Datei) aus. Für zahlreiche (GNU) Programme geschieht der Austausch der Dateien mittlerweile über den Translation Robot des Free Translation Project.

Karl Eichwalder verschickt in gewissen Abständen eine Liste der in Arbeit befindlichen Programme über die Mailingliste ; dort werden auch die zu überarbeitenden Programme genannt.

3. Was sind PO-Dateien?

PO-Dateien (portable objects) sind Textdateien, die die übersetzten Meldungen der Programme enthalten. Wenn sich der Code und somit möglicherweise auch die Meldungen eines Programm verändern, müssen diese PO-Dateien aktualisiert werden. Bei dieser Arbeit hilft der PO-Mode des Emacs.

Selbstverständlich sind im deutschen PO-Dateien Umlaute zu verwenden! Wie ist das derzeit mit den Schweizern? Kennen die Schweizer ein ß? Andernfalls wäre allein das fehlende ß ein Grund, eine Locale de_CH zu pflegen; da die glibc nunmehr automatische Umsetzungen beherrscht, wäre dieser Grund obsolet.

4. Wo finde ich Dokumentation zu den Fragen der Interationalisierung und Lokalisierung der Software, zu GNU gettext, libintl und dem Emacs PO-Mode?

Einen guten Einstieg bietet das Manual zu GNU gettext; dies ist im Paket gettext enthalten. Eine ältere Fassung ist bei http://www.gnu.org installiert.

5. Was hat es mit GNU-Programmen, der FSF und dem Disclaimer auf sich?

Bitte beim Free Translation Project nachlesen.


Die Übersetzung

In diesem Abschnitt ist nachzulesen, an welchen Regeln sich die Übersetzung orientieren sollte.

Dieser Abschnitt muss noch ausgearbeitet werden. Stichworte: Neue deutsche Rechtschreibung (ja!). Kodierung (ISO-8859-1, später UTF-8). Anführungszeichen (»...«, später die Zeichen, die mit UTF-8 möglich sind). usage-Zeile. Wörterbücher und Kompendien.

1. Wie ist der Ablauf, wenn man (erstmalig) eine Übersetzung beisteuern möchte?
2. Nach welchen Vorgaben sind die --help-Anzeige und speziell die usage-Zeile zu übersetzen?

1. Wie ist der Ablauf, wenn man (erstmalig) eine Übersetzung beisteuern möchte?

Ablauf in Kurzform:

  1. Ich für ein Programm als Übersetzer melden: .

  2. PO-Datei von Free Translation Project holen.

  3. Datei übersetzen. Mit msgfmt validieren. Eventuell testen. Eventuell zum Korrekturlesen anbieten.

  4. Übersetzung (PO-Datei) per Mail an senden. Eventuell die gemeldeten Fehler beseitigen und die Datei erneut einsenden.

  5. Warten bis eine Aktualisierung erforderlich ist (Mail vom Robot); in einem solchen Fall von vorn beginnen.

2. Nach welchen Vorgaben sind die --help-Anzeige und speziell die usage-Zeile zu übersetzen?

Infinitivisch formulieren!

Layout beachten; ggf. abweichend von der originalen Vorlage den Regeln anpassen (und einen Verbesserungsvorschlag an den Maintainer senden!).

usage wird mit Aufruf übersetzt.